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3._die_revolution_1905

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3._die_revolution_1905 [2016/12/23 20:33]
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 ==== 3. Kapitel: Die Revolution von 1905 ==== ==== 3. Kapitel: Die Revolution von 1905 ====
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 Am Morgen des 9.Januar 1905 versammeln sich 50.000 bis 100.000 sonntäglich gekleidete Arbeiter mit ihren Frauen und Kindern an elf Punkten Petersburgs,​ um in einer friedlichen Prozession mit Kirchfahnen,​ Heiligen- und Zarenbildern zum Winterpalais zu ziehen, wo der Priester Gapon dem Zaren eine Bittschrift überreichen will. Rote Fahnen sind verbannt, die Arbeiter singen Kirchenlieder und preisen den Zaren. Die Polizei hindert sie nicht und eskortiert den Umzug. Der Sternmarsch nähert sich dem Stadtzentrum,​ die Massen aus den nördlichen Stadtteilen marschieren über die zugefrorene Newa, als sie die Brücken vom Militär abgesperrt finden. Die Aufforderung der Offiziere, sich zu zerstreuen, werden von den Gesängen übertönt,​ von hinten drängen die Massen nach. Am Narwa-Tor beginnt das Militär zu schießen, 40 Tote bleiben auf dem Pflaster liegen, an anderen Sperrpunkten werden mindestens 130 Arbeiter erschossen. Die zarenfreundliche Sonntags-Stimmung schlägt plötzlich in Wut um, Barrikaden werden errichtet, die Soldaten werden beschimpft, sie seien vor den Japanern weggelaufen,​ jetzt schössen die Mörder auf das eigene Volk. Die russische Revolution hatte begonnen. ((Ascher, The Revolution of 1905. Bd. 1: Russia in Disarry, p.90/91))\\ Am Morgen des 9.Januar 1905 versammeln sich 50.000 bis 100.000 sonntäglich gekleidete Arbeiter mit ihren Frauen und Kindern an elf Punkten Petersburgs,​ um in einer friedlichen Prozession mit Kirchfahnen,​ Heiligen- und Zarenbildern zum Winterpalais zu ziehen, wo der Priester Gapon dem Zaren eine Bittschrift überreichen will. Rote Fahnen sind verbannt, die Arbeiter singen Kirchenlieder und preisen den Zaren. Die Polizei hindert sie nicht und eskortiert den Umzug. Der Sternmarsch nähert sich dem Stadtzentrum,​ die Massen aus den nördlichen Stadtteilen marschieren über die zugefrorene Newa, als sie die Brücken vom Militär abgesperrt finden. Die Aufforderung der Offiziere, sich zu zerstreuen, werden von den Gesängen übertönt,​ von hinten drängen die Massen nach. Am Narwa-Tor beginnt das Militär zu schießen, 40 Tote bleiben auf dem Pflaster liegen, an anderen Sperrpunkten werden mindestens 130 Arbeiter erschossen. Die zarenfreundliche Sonntags-Stimmung schlägt plötzlich in Wut um, Barrikaden werden errichtet, die Soldaten werden beschimpft, sie seien vor den Japanern weggelaufen,​ jetzt schössen die Mörder auf das eigene Volk. Die russische Revolution hatte begonnen. ((Ascher, The Revolution of 1905. Bd. 1: Russia in Disarry, p.90/91))\\
  
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